Definition
Was ist Cybergrooming?
Cybergrooming ist eine Form von sexualisierter Gewalt im digitalen Raum und bedeutet, dass Personen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen anbahnen, um sie zu manipulieren, um Macht auszuüben, sie zu demütigen und sexuell auszunutzen. Das passiert oft in Chats, sozialen Netzwerken oder Online-Spielen.
Auf Deutsch bedeutet Cybergrooming etwas wie „Internetanbahnung“. Cybergrooming ist ein Kofferwort aus den englischen Begriffen „cyber“ (= das Internet betreffend) und „grooming“ (to groom = zurechtmachen, vorbereiten).
„Grooming" (englisch: anbahnen, vorbereiten) ist der Fachbegriff für unterschiedliche Handlungen, die einen sexuellen Missbrauch vorbereiten. (Quelle: Juuuport)
Durch gezielte Ansprache versuchen (meist männliche) Nutzende sexuelle Kontakte zu Kindern und Jugendlichen über Social Media-Apps, Messenger, Videoplattformen oder Online-Games anzubahnen.
Häufig werden zuerst öffentlich zugängliche Plattformen genutzt, um dann im nächsten Schritt über private Nachrichten persönlicher zu werden. Das Spektrum reicht von der Anmache durch Gleichaltrige bis hin zur Anbahnung von schweren Straftaten durch Erwachsene.
Gewaltausübende, wenden perfide Manipulationstechniken an und erschleichen sich systematisch Vertrauen, so dass es Betroffenen schwer gemacht wird, aus dem Kommunikationsprozess auszusteigen. Dabei täuschen sie oft eine falsche Identität vor und geben sich als Gleichaltrige aus.